Kunst trifft Software

Werke des Künstlers Frank Kambor im Frankfurter Yatta-Office

Kunst trifft Software

Auch Softwareentwickler freuen sich über die Inspiration, Perspektivwechsel und Denkanstöße, die Kunst bieten kann. Und gerade die Frontend-Experten unter uns beschäftigen sich praktisch täglich mit ästhetischen Fragen. Mit großer Vorfreude haben wir bei Yatta daher den gestrigen Abend erwartet: Der Frankfurter Künstler Frank Kambor brachte zwei seiner Werke zur offiziellen Hängung ins Yatta-Office in der Mainzer Landstraße, wo sie von nun an die Bürowände zieren – und die Yatta-Heroes inspirieren.

Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen

Wir leben in Zeiten, in denen Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, kurz AI), Machine Learning und Virtual Reality derart rasante Fortschritte machen, dass die Grenzen zwischen Mensch und Maschine, Original und Replikat, Fiktion und Realität zusehends verwischen. Mittlerweile gibt es viele Bereiche, in denen Software die reale Welt in perfekt nachbildet – und sogar schöner macht: Stimmen und Gesichter realer Personen, ja sogar menschliche Emotionen, die sich mithilfe von Algorithmen generieren lassen, wirken oft schon so real, dass es unheimlich ist. In der Robotik spricht man auch vom „Uncanny Valley“ bzw. von der „Akzeptanzlücke“. Doch Fakt ist: Die Imitation der Wirklichkeit durch technologischen Fortschritt lässt sich nicht aufhalten.

Die Verquickung der echten und der virtuellen Welt thematisiert der Frankfurter Künstler Frank Kambor in den Werken seiner Serie „Verschwommen“. Er selbst erläutert zu den Fotomontagen:

Die neue Technik bestimmt immer mehr unsere Kommunikation und Organisation. Es werden immer schnellere und perfektere Maschinen entwickelt, wodurch das Profil zwischen Mensch und Maschine immer mehr verschwimmt.“

 

Die Werke der „Verschwommen“-Serie könnten also nicht näher am Puls der Zeit sein. Sie beleuchten die heutige Technologie-Welt mit all ihren Widersprüchen, Versprechen und Grauzonen. Gleichzeitig bringen sie indirekt Lokalkolorit ins Frankfurter Yatta-Office, denn Kambor selbst ist ein Frankfurter (genauer: ein Bornheimer) Original und Mitglied der Rödelheimer Künstlergemeinschaft „Atelier 3. Etage“. Der vielfältige Künstler widmet sich in seinen Werken denn auch nicht nur den ganz großen Fragen der Menschheit. Er fotografiert, zeichnet und malt auch typische Motive seiner Heimat.

Wir freuen uns, dass mit Frank Kambor ab sofort ein lokal verwurzelter und zugleich groß denkender Künstler mit einem kleinen Ausschnitt seines Œuvre in unseren Räumen vertreten ist.